Silent Bricks

Software Version 2.57

Kontakt zum Service: [email protected] | +49 89 890 47-772 (Mo-Fr werktags 9-17 Uhr)

Für Ihr Silent Bricks System steht eine neue Software-Version zur Verfügung.

Aktualisierung.

So aktualisieren Sie Ihr System:

  1. Stellen Sie sicher, dass sich ihr System mindestens auf der Version 2.31 befindet. Setzen Sie sich im Zweifelsfall mit dem technischen Support in Verbindung.
  2. Laden Sie die neue Version herunter und speichern Sie die .tar-Datei (Datei nicht entpacken!).
  3. Stoppen Sie alle Zugriffe auf das System:
    a. “Tapes” in virtuellen Tape Libraries über die verwaltende Software “auswerfen”
    b. SNAS-Volumes im Web-Interface unmounten und Silent Bricks offline schalten
  4. Installieren Sie jetzt das Update (fast-sb-update) über den Service Bereich vom User Interface und lassen Sie den Prozess vollständig durchlaufen. Das System startet nach Abschluss neu.
    STARTEN SIE DAS SYSTEM NICHT SELBSTSTÄNDIG NEU!
  5. Melden Sie sich erneut an und prüfen Sie die Version.

Informationen

Für alle Silent Brick Controller und Drives.

Neue Funktionen

Verbesserte Unterstützung für die S3-Schnittstelle FB-29522

Eine notwendige Aktualisierung der im Silent Brick System verwendeten S3-Bibliothek bringt weitreichende Änderungen mit sich, die den Speicherplatzverbrauch optimieren und zu deutlicher Performance-Steigerung im Umgang mit S3-Shares führt. 

Dies gilt insbesondere für Flash-basierte Silent Bricks wie dem Silent Brick Plus.

Der bisherige Implementation der S3-Schnittstelle ohne Object Locking wird mit dieser Version nicht mehr unterstützt. Bestehende S3 Freigaben ohne „Object Locking Support“ werden mit dem Update auf Version 2.57 beendet und können nicht mehr gestartet werden. Ein Zugriff auf die bestehenden Daten kann nach erfolgtem Update über einen automatisch angelegten SMB-Share erfolgen.

HINWEISE ZUR S3-MIGRATION
Failover-Support bei Fibre-Channel-Verbindungen FB-28865

Mit diesem Update implementieren wir die Funktionalität des Failovers bei der Nutzung einer Fibre-Channel-Infrastruktur. Hierzu werden zwei Controller benötigt, die als redundantes Paar die angeschlossenen Silent Brick Max administrieren. Über den neu eingeführten Parent Port kann der Fibre-Channel-Verbund somit redundant angesteuert werden.

Add virtual fc port | FAST LTA

Weitere Neuerungen

Namen & Begriffe im User Interface

Viele Begriffe im User Interface wurden an die aktuelle Namensgebung angepasst. Insbesondere wurden die Änderungen im Produkt-Portfolio der Silent Bricks nachgezogen:

  • Der neue Silent Brick Plus eignet sich ideal als erste Backup-Instanz. Als All-Flash-Medium bietet er maximale Performance.
  • Der Silent Brick Max (vormals Silent Brick DS) bietet als stationärer Speicher auf einer HE bis zu 240 TB (brutto).
  • Der Silent Brick Air (vormals Silent Brick) ermöglicht als günstiges, transportfähiges Speichermedium physikalischen Air Gap.

Details zur Umstellung der S3-Schnittstelle

Zusammenfassung

Vorhandene S3-Shares sind unter Umständen nicht mehr kompatibel mit der neuen Version. Dabei muss zwischen S3-Shares mit und ohne Object Locking unterschieden werden:

  • Vorhandene S3-Shares mit Support für Object Locking (unabhängig davon, ob Object Locking verwendet wird) können weiterhin genutzt werden, profitieren jedoch nicht von den Verbesserungen.
  • Vorhandene S3-Shares ohne Support für Object Locking können nach der Umstellung nicht mehr über die S3-API erreicht werden und müssen manuell umkopiert werden.
  • Neue S3-Shares können sowohl mit als auch ohne Object Locking betrieben werden und profitieren von der höheren Performance.
  • Wir empfehlen für S3-Shares den Flash-basierten Silent Brick Plus.
S3-Shares mit Support für Object Locking

Die bisherigen S3-Shares mit Support für Object Locking (egal, ob Object Locking auch aktiviert wurde oder nicht) funktionieren auch nach dem Update auf die Software-Version 2.57 weiterhin wie gehabt, sowohl lesend als auch schreibend. Da S3-Shares mit aktiviertem Object Locking aber in der Regel über eine Aufbewahrungsdauer vor vorzeitigem Löschen geschützt sind, ist eine Migration auf neue S3-Shares mit aktiviertem Object Locking nicht ohne weiteres möglich:

Deshalb gibt es zwei Möglichkeiten, von den Vorteilen der neuen S3-Shares mit Object Locking zu profitieren:

  • Empfehlung: Sie legen ein neues Volume (auf einem neuen Silent Brick, wir empfehlen den Silent Brick Plus) mit einem neuen S3-Share mit Object Locking an, migrieren die vorhandenen Daten inklusive Retention auf den neuen Share und löschen dann das gesamte alte Volume mit dem bisherigen Share.
    Vorteil: Nach der Migration ist alles wie vorher, zzgl. höherer Performance und weniger Speicherplatzverbrauch.
    Nachteil: Migration notwendig; benötigt zweites Volume / zweiten Silent Brick
  • Sie legen auf demselben Volume einen neuen S3-Share an und nutzen diesen ausschließlich für neue Daten. Alle bisherigen Daten bleiben nach wie vor auf dem vorhandenen S3-Share mit Object Locking im Lesezugriff. Nach Ablauf der jeweiligen Retention können diese Daten dann gelöscht werden.
    Vorteil: Keine Migration notwendig; benötigt nur ein Volume / Silent Brick
    Nachteil: Zwei Shares notwendig; Volume darf nur zu maximal 40% belegt sein; vorhandene Daten profitieren nicht von den Verbesserungen

Sollten Sie sich für eine Migration der bestehenden Daten entscheiden (Option 2), benötigen Sie ein geeignetes Tool, z. B. den Command Line Client von MinIO oder einen vergleichbaren S3-Client.

S3-Shares ohne Support für Object Locking

Durch die Umstellung sind S3-Shares ohne Support für Object Locking nach dem Update nicht mehr über die S3-Schnittstelle verfügbar. Der Update-Prozess unterstützt Sie jedoch beim Anlegen eines SMB-Shares, der alle Buckets und Daten enthält. So kann auch nach dem Update auf die Daten zugegriffen werden. Der alte S3-Share wird automatisch zu einem neuen S3-Share konvertiert, enthält jedoch keine Daten.

Um nach dem Update wieder per S3 auf die Daten zugreifen zu können, müssen diese dann wieder vom SMB-Share zurückkopiert werden. Dies ist am einfachsten über ein S3-Tool, z. B. den Command Line Client von MinIO oder einen vergleichbaren S3-Client, möglich.