Bewer­tungs­kri­te­ri­en für Hard­ware Air Gap Lösun­gen #

1. Auto­ma­ti­sie­rung vs. Manu­el­le Lösung #

Manu­el­le Lösung (z. B. Tape, USB):

  • Admi­nis­tra­tor steckt ein Tape ins Laufwerk
  • Back­up läuft zeitgesteuert
  • Admi­nis­tra­tor trägt das Tape ins Lager
  • Tape wird off­line gelagert

Nach­tei­le:

  • Mensch­li­ches Fehl­po­ten­ti­al (Tape ver­ges­sen, fal­sches Tape geladen)
  • Lang­sa­me RTO (Tape muss erst vom Lager geholt werden)
  • Hoher Admi­nis­tra­ti­ons­auf­wand
  • RPO kann groß sein (wöchent­lich oder täg­lich, nicht stündlich)

Vor­tei­le:

  • Ein­fa­che Tech­no­lo­gie (weni­ger Software-Fehler)
  • Hohe Lang­zeit­ar­chi­vie­rung (30+ Jah­re möglich)
  • Nied­ri­ge Betriebskosten

Auto­ma­ti­sier­te Lösung (z. B. Silent Brick Max Air):

  • Back­up-Pro­zess läuft vollautomatisch
  • Hard­ware trennt sich selbst phy­sisch nach Backup
  • Kei­ne manu­el­le Inter­ven­ti­on nötig
  • RTO: Minu­ten bis Stun­den (Daten sind lokal verfügbar)

Nach­tei­le:

  • Höhe­re initia­le Investition
  • Kom­ple­xe­re Infrastruktur
  • Soft­ware-Update-Abhän­gig­keit

Vor­tei­le:

  • Hohe Zuver­läs­sig­keit (weni­ger Fehler)
  • Klei­nes RPO (stünd­li­che Back­ups möglich)
  • Schnel­le RTO
  • Ska­lier­bar

2. RTO und RPO #

RTO (Reco­very Time Objec­ti­ve): Wie lan­ge darf die Aus­fall­zeit sein?

LösungRTOBegrün­dung
**Tape (manu­ell)**4 – 24hTape muss vom Lager geholt, Res­to­re dauert
**Silent Brick Max Air**0,5 – 2hDaten sind ver­füg­bar, Res­to­re schnell
**Tape Near­line**1 – 8hTape im Robo­ter, aber Res­to­re dauert

RPO (Reco­very Point Objec­ti­ve): Wie viel Daten­ver­lust ist akzeptabel?

LösungRPOBegrün­dung
**Tape (wöchent­lich)**1 WocheTape wech­sel sel­ten, Daten­ver­lust groß
**Tape (täg­lich)**1 TagTape-Robo­ter, täg­lich wechsel
**Silent Brick Max Air**1 – 24hAuto­ma­ti­siert, mehr­mals täg­lich möglich

Busi­ness-Logik: Kri­ti­sche Sys­te­me (Domä­ne, ERP) brau­chen klei­nes RPO/RTO → auto­ma­ti­sier­te . Archiv-Daten kön­nen gro­ßes RPO haben → Tape.

3. Com­pli­ance-Eig­nung #

Die Behör­den (BSI, Audi­to­ren) bevorzugen:

  • Hard­ware-: Unver­än­der­lich auf Firmware-Ebene
  • Off­line-Spei­che­rung: Phy­sisch getrennt
  • Audit-Trail: Zugrif­fe protokolliert
  • Lang­zeit­ar­chi­vie­rung: Daten blei­ben leserlich

Tape: ✅ Gute Com­pli­ance (unver­än­der­lich, off­line) USB: ⚠️ Mode­rat (off­line, aber kei­ne Firm­ware-Siche­rung) Silent Brick Max Air: ✅ Gute Com­pli­ance (Firm­ware-, off­line, Audit)

4. Inte­gra­ti­on in bestehen­de Infra­struk­tur #

Tape-basiert:

  • Funk­tio­niert mit exis­tie­ren­den Back­up-Tools (Vee­am, Commv­ault, NetBackup)
  • LTO-Stan­dard seit 20+ Jahren
  • Aber: Sepa­ra­te Hard­ware-Inves­ti­ti­on, sepa­ra­te Prozesse

Silent Brick Max Air:

  • Inte­gra­ti­on über APIs oder SMB/NFS
  • Plug­in-Modu­le für gän­gi­ge Backup-Software
  • Zen­tra­le Ver­wal­tung möglich
  • Bes­se­re Automatisierung

5. Kos­ten #

Tape Tota­le Kos­ten über 5 Jahre:

  • Hard­ware (Tape-Lauf­werk): 5.000 – 15.000 EUR
  • Tapes (ca. 100 Stück): 10.000 – 20.000 EUR
  • Lage­rung: 500 – 2.500 EUR/​Jahr
  • Admi­nis­tra­ti­ons­auf­wand: 20.000 – 50.000 EUR (Per­so­nal­kos­ten)
  • Sum­me: 70.000 – 150.000 EUR

Silent Brick Max Air Tota­le Kos­ten über 5 Jahre:

  • Hard­ware: 40.000 – 80.000 EUR (je nach Kapazität)
  • Wartung/​Support: 5.000 – 10.000 EUR/​Jahr
  • Admi­nis­tra­ti­ons­auf­wand: 5.000 – 10.000 EUR (gering)
  • Sum­me: 100.000 – 150.000 EUR

Ergeb­nis: Ver­gleich­bar, aber Tape hat höhe­rer Admi­nis­tra­ti­ons­auf­wand. Silent Brick ska­liert besser.


Manu­el­le vs. Auto­ma­ti­sier­te Lösung: Detail­lier­ter Ver­gleich #

Tape (Manu­ell) #

Sze­na­rio: Täg­li­ches Back­up auf LTO-Tape, Tape wird ins Lager gebracht.

Work­flow:

  1. Back­up-Soft­ware star­ten (manu­ell oder zeitgesteuert)
  2. Daten auf Tape schreiben
  3. Tape aus Lauf­werk neh­men (Admi­nis­tra­tor)
  4. Tape ins Lager trans­por­tie­ren (Admi­nis­tra­tor)
  5. Nach 1 Woche: Tape-Rota­ti­on, altes Tape kommt raus

Ran­som­wa­re-Sze­na­rio:

  • Ran­som­wa­re löscht Backup-Serverdaten
  • Alte Tape-Kopien im Lager sind unberührt
  • Wie­der­her­stel­lung: Tape holen, Res­to­re star­ten (4 – 24h)

Pro­ble­me:

  • Wenn Tape noch im Lauf­werk ist und nicht weg­ge­bracht wur­de: Ran­som­wa­re kann es löschen (bis es off­line ist)
  • Mensch­li­ches Feh­ler­po­ten­ti­al: Fal­sches Tape gela­den, Tape vergessen
  • Lan­ge RTO

Silent Brick Max Air (Auto­ma­ti­siert) #

Sze­na­rio: Täg­li­che Back­ups, auto­ma­ti­sche phy­si­sche Trennung.

Work­flow:

  1. Zeit­plan: Back­up um 22:00 Uhr
  2. Back­up-Job star­tet automatisch
  3. Daten wer­den über ver­schlüs­sel­te Ver­bin­dung geschrieben
  4. Nach Back­up: Netz­werk-Inter­face wird phy­sisch getrennt
  5. Gerä­te ist jetzt off­line, nicht erreichbar
  6. Nächs­ten Tag: Neue Ver­bin­dung für neu­es Back­up, älte­re Kopien blei­ben offline

Ran­som­wa­re-Sze­na­rio:

  • Ran­som­wa­re dringt ein, hat Admin-Rechte
  • Ver­sucht Back­up zu löschen: Kein Netz­werk-Inter­face, Zugriff unmöglich
  • Wie­der­her­stel­lung: Silent Brick ist online (neue Ver­bin­dung), Res­to­re star­tet sofort (0,5 – 2h)

Vor­tei­le:

  • Auto­ma­ti­siert, kei­ne mensch­li­che Fehlerquelle
  • Schnel­le RTO
  • Phy­si­sche Iso­la­ti­on garantiert

Check­lis­te für die Eva­lu­ie­rung #

Schritt 1: Anfor­de­run­gen defi­nie­ren #

  • [ ] Wie groß ist die Daten­men­ge? (TB/PB)
  • [ ] Wie oft muss die Reco­very Speed sein? (RTO in Stunden?)
  • [ ] Wie häu­fig brau­chen wir Wie­der­her­stel­lun­gen? (täglich/​wöchentlich/​nie?)
  • [ ] Wie lan­ge müs­sen Daten archi­viert wer­den? (7 Jah­re? 30 Jahre?)
  • [ ] Bud­get-Limits? (CAPEX/OPEX)

Schritt 2: Lösun­gen eva­lu­ie­ren #

Für jede Lösung (Tape, USB, Silent Brick, etc.):

  • [ ] Passt die Daten­men­ge zur Kapazität?
  • [ ] Erfüllt die RTO/RPO die Anforderungen?
  • [ ] Ist die Inte­gra­ti­on mit bestehen­den Tools möglich?
  • [ ] Wel­che Com­pli­ance-Anfor­de­run­gen ver­langt unser Auditor?
  • [ ] Wel­che gesam­ten Kos­ten (CAPEX + OPEX + Per­so­nal) für 5 Jahre?

Schritt 3: Reco­very-Test #

  • [ ] Einen kom­plet­ten Res­to­re-Test durch­füh­ren (mit Zeitmessung)
  • [ ] Alle kri­ti­schen Sys­te­me tes­ten (Domä­ne, ERP, Datenbank)
  • [ ] Ran­som­wa­re-Sze­na­rio simu­lie­ren ( off­line, dann Recovery)

Schritt 4: Doku­men­ta­ti­on #

  • [ ] RTO/RPO dokumentieren
  • [ ] Back­up-Sche­du­le dokumentieren
  • [ ] Reco­very-Pro­ze­dur dokumentieren
  • [ ] Com­pli­ance-Map­ping (wel­che Lösung erfüllt wel­che Anforderung)

Häu­fi­ge Fra­gen #

Kön­nen wir Tape und Silent Brick kombinieren? Ja. Emp­foh­len: Silent Brick für schnel­le Reco­very (täg­lich), Tape für Lang­zeit-Archi­vie­rung (monatlich/​jährlich). Bes­tes aus bei­den Welten.

Wie häu­fig soll­te ich einen Reco­very-Test machen? Min­des­tens quar­tal­wei­se für kri­ti­sche Sys­te­me. Jeder Test soll­te ein voll­stän­di­ger Res­to­re sein, nicht nur ein Ordner-Restore.

Was ist, wenn Silent Brick Hard­ware ausfällt? Das ist sel­ten, aber: Wäh­len Sie Her­stel­ler mit RAID-Red­un­danz. Oder: Meh­re­re Silent Brick Gerä­te in unter­schied­li­chen Stand­or­ten. Red­un­danz erhöht Kos­ten, aber auch Sicherheit.

Passt Hard­ware zu unse­rem KMU? Ja. Für KMUs emp­feh­le ich: Silent Brick mit auto­ma­ti­sier­ten täg­li­chen Back­ups. Bes­se­rer ROI als Tape (weni­ger Administrationsaufwand).


Disclaimer

Dieser Beitrag wurde redaktionell erstellt und mit KI-Unterstützung aufbereitet. Er gibt einen allgemeinen Überblick und stellt keine Rechtsberatung dar – für Ihre konkrete Situation empfehlen wir professionellen Rat.