Die Herausforderungen
Das St. Josef-Hospital Bochum stand als -Organisation vor der Herausforderung der revisionssicheren Archivierung von kontinuierlich steigenden Datenmengen. Insbesondere für den Bereich Radiologie entschied man sich schon 2011 für die Silent Cubes von FAST LTA. Im Zuge des starken Ausbaus der bildgebenden Verfahren wurde 2018, zusammen mit Dienstleister ergo Computersysteme, der Umstieg auf das Silent Brick System vollzogen. 2020 erfolgte der Ausbau zu einem replizierten System, das künftig auch über zwei Standorte alle Archivdaten aufbewahrt.
KRITIS
KRITIS bezeichnet Organisationen und Einrichtungen, deren Ausfall oder Beeinträchtigung zu erheblichen Versorgungsengpässen oder Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit führen würde — KRITIS-Betreiber unterliegen nach §8a BSI-Gesetz verschärften Anforderungen an IT-Sicherheit und müssen diese alle zwei Jahre gegenüber dem BSI nachweisen.
»Die Skalierbarkeit der Silent Bricks und die unterschiedliche Nutzbarkeit sind herausragende Vorteile des Systems.«
Michael Schramm
Teamleiter IT-Infrastruktur Server und Storage
Als sich das St. Josef-Hospital im Jahr 2011 für ein Bildablage- und Kommunikationssystems (PACS) der Firma VISUS entschied, war auch die von geforderte revisionssichere Archivierung der erzeugten Daten ein wichtiger Aspekt bei der Anschaffung. VISUS empfahl damals die Silent Cubes von FAST LTA als zertifiziertes Archivsystem, da man hier auf eine langjährige Zusammenarbeit zurückblickt. Zusammen mit dem Dienstleister ergo Computersysteme aus Essen integrierte man das gesamte System. Die Zusammenarbeit des St. Josef-Hospitals Bochum mit FAST LTA, VISUS und ergo Computersysteme besteht seitdem und wurde über die Jahre intensiviert.
Sichere Archivierung der PACS-Daten
Zuständig für die Ausgestaltung und den laufenden IT-Betrieb beim St. Josef-Hospital ist Michael Schramm, Teamleiter IT-Infrastruktur Server und Storage, der das mit einem Team von insgesamt sieben IT-Fachleuten sicher stellt. „Wir arbeiten Hand in Hand mit den Kollegen der Medizintechnik, für die wir die benötigten Systeme vorhalten“, sagt Michael Schramm. Für das neue PACS-System mussten die Daten sicher archiviert werden. Bei ergo Computersysteme ist Markus Dehler der zuständige Key Account Manager und ergänzt: „Wir sind Spezialist für Krankenhaus-IT-Umgebungen mit fast 70 Kunden in dem Bereich und haben schon unzählige Projekte erfolgreich umgesetzt.“ Als langjähriger Partner von FAST LTA konnte in direkter Zusammenarbeit ein Archivierungskonzept aufgestellt werden. Die Silent Cubes boten 2011 die beste Lösung für alle Anforderungen. Nachdem die Eckdaten festgelegt waren, erfolgte die zügige Umsetzung des Projekts. Das System funktionierte problemlos und „kleinere Supportanfragen wurden von FAST LTA unmittelbar gelöst und haben den kontinuierlichen Betrieb sichergestellt“, sagt Matthias Kleina, der im Team IT-Infrastruktur des St. Josef-Hospitals die Zuständigkeit für die Systeme von FAST LTA übernahm. Aber das System und die damit verbundenen Anforderungen wuchsen und auch die Vorgaben des Gesetzgebers an -Organisationen wurden erweitert.
Digitalisierung als Treiber für den Ausbau
Der zügige Ausbau der digitalen Prozesse in Krankenhäusern dient der Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung. Dies forciert der Staat gegenwärtig durch das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG), welches sowohl durch finanzielle Förderungen als auch durch strukturelle Vorgaben gezielt die Modernisierung der Informationstechnologie in Krankenhäusern adressiert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Einsatz von offenen Standards, um eine stärkere Vernetzung innerhalb des Gesundheitssystems und damit einen deutlichen Mehrwert für Patientinnen und Patienten zu erreichen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei eine reibungslose digitale Archivierung. „Dies war einer der ausschlaggebenden Aspekte für die Erweiterung des Archivsystems von St. Josef“, sagt Markus Dehler von Dienstleister ergo. Neue bildgebende Verfahren produzierten immer größere Datenmengen, die wiederrum sicher aufbewahrt und gleichzeitig schnell zugreifbar sein müssen. 2018 erfolgte der Umstieg auf das flexible Silent Bricks System. Damit ist ein fast unbegrenzter Ausbau des Systems möglich, da sich die Kapazität jederzeit erweitern lässt – optimal auch mit Blick auf die zu erwartenden künftigen Datenmengen.
Hosting in externem Rechenzentrum
Die neue Umgebung plante das IT-Infrastruktur-Team zügig mit ergo Computersysteme und FAST LTA. Zusätzlich sollte das Hosting extern erfolgen. Man entschied sich für den Rechenzentrums-Dienstleister Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet GmbH (TMR). Das RZ gehört den Stadtwerken Bochum, Herne, Witten, Hattingen und Gevelsberg und besteht seit über 25 Jahren. Bei TMR integrierte man das Silent Brick System in einem eigenen für das St. Josef-Hospital eingerichteten Bereich. Dabei sollten die Daten auf den Silent Cubes nach und nach auf das neue Silent Brick System migriert werden. Dies wurde direkt von FAST LTA übernommen. Während der Migration war der parallele Zugriff auf die Daten jederzeit gewährleistet. Michael Schramm, Matthias Kleina und das IT-Infrastruktur-Team konnten sich auf die Hersteller-Expertise verlassen und waren von der Umsetzung begeistert. „Das Silent Brick System funktioniert wie eine Playstation. Man steckt die Bricks rein – und es läuft. Mehr muss man nicht machen“, sagt Michael Schramm schmunzelnd. Durch die Flexibilität des Systems können die Silent Bricks zum einen für die Hauptanwendung als revisionssicheres Langzeitarchiv () eingesetzt werden, zum anderen sind weitere Anwendungsfälle möglich. So verwenden Michael Schramm und seine Kollegen weitere Silent Bricks auch als NAS um kleinere Backups und System-Logs darauf zu speichern. „Außerdem haben wir Software Repositories, die aus Gründen der höheren Zugriffsgeschwindigkeit SSDs benötigen, auf Silent Bricks mit SSDs ausgelagert. Diese können wir im gleichen System einsetzen, was die Verwaltbarkeit erheblich vereinfacht“, erklärt Michael Schramm zufrieden.
Replikation des sicheren Archivs
2020 erfolgte dann eine Erweiterung des Systems. Erneut vor dem Hintergrund als -Organisation sollten die Archivdaten in einen zweiten Brandabschnitt repliziert werden. In Zukunft wird das zweite System auch in ein räumlich anderes Rechenzentrum bei TMR umziehen. Somit ist man vor möglichen Datenverlusten auch im Fall einer physischen Zerstörung der Infrastruktur einer RZ-Niederlassung gefeit.
Medizinische Daten-Archive wachsen rasant
Der Ausbau der Archivierungslösung des St. Josef-Hospitals ist kontinuierlich nötig und mit dem Silent Brick System einfach möglich. Insbesondere die PACS-Daten nehmen regelmäßig zu, denn Röntgen, MRT und CT liefern immer mehr und hochaufgelöste digitale Bilddaten. Darüber hinaus entsteht eine neue EPU-Anlage (Elektro Physiologische Untersuchung), die im Bereich der Herzbehandlung hochauflösende Katheter-Bilder erzeugt. Ein weiteres Projekt des Krankenhauses ist das neue OP-Gebäude mit mehreren OPs, die alle voll-digitalisiert sind. Die neuen Geräte dort produzieren ebenfalls größere Datenmengen, die sicher archiviert werden müssen. Aber auch die klassische IT-Infrastruktur wächst. „Eine weitere Anwendung, die wir mit dem Silent Brick System planen, ist die revisionssichere Archivierung unseres Mail-Archivs“, sagt Michael Schramm mit Blick auf künftige Projekte. „Aber auch das ist in der gewählten Struktur mit dem Silent Brick System problemlos möglich. Zudem können wir auch sonstige neue klinische Applikationen leicht integrieren.“ Und weitere Anwendungsfälle, die durch die zunehmende Digitalisierung der Medizintechnik bevorstehen, ebenso.
KRITIS
KRITIS bezeichnet Organisationen und Einrichtungen, deren Ausfall oder Beeinträchtigung zu erheblichen Versorgungsengpässen oder Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit führen würde — KRITIS-Betreiber unterliegen nach §8a BSI-Gesetz verschärften Anforderungen an IT-Sicherheit und müssen diese alle zwei Jahre gegenüber dem BSI nachweisen.
KRITIS
KRITIS bezeichnet Organisationen und Einrichtungen, deren Ausfall oder Beeinträchtigung zu erheblichen Versorgungsengpässen oder Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit führen würde — KRITIS-Betreiber unterliegen nach §8a BSI-Gesetz verschärften Anforderungen an IT-Sicherheit und müssen diese alle zwei Jahre gegenüber dem BSI nachweisen.
WORM
WORM (Write Once, Read Many) bezeichnet ein Speicherprinzip, bei dem Daten einmal geschrieben und danach technisch nicht mehr verändert oder gelöscht werden können — bei Hardware-WORM ist diese Unveränderlichkeit eine physikalische Eigenschaft des Speicher-Controllers, unabhängig von Software, Betriebssystem oder Benutzerprivilegien.
KRITIS
KRITIS bezeichnet Organisationen und Einrichtungen, deren Ausfall oder Beeinträchtigung zu erheblichen Versorgungsengpässen oder Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit führen würde — KRITIS-Betreiber unterliegen nach §8a BSI-Gesetz verschärften Anforderungen an IT-Sicherheit und müssen diese alle zwei Jahre gegenüber dem BSI nachweisen.


