Was ist eigentlich…
KRITIS
Der Begriff KRITIS (Kritische Infrastrukturen) bezeichnet Organisationen und Einrichtungen aus Sektoren, die für das Funktionieren des Gemeinwesens unverzichtbar sind. Das BSI-Gesetz (BSIG) identifiziert neun Sektoren: Energie, Wasser, Ernährung, Informationstechnik und Telekommunikation, Transport und Verkehr, Gesundheit, Finanz- und Versicherungswesen, Siedlungsabfallentsorgung sowie staatliche und öffentliche Einrichtungen.
Innerhalb dieser Sektoren gelten Schwellenwerte, ab denen ein Betreiber als KRITIS-Betreiber eingestuft wird. Im Gesundheitswesen etwa sind das Krankenhäuser ab 30.000 vollstationären Behandlungsfällen pro Jahr. KRITIS-Betreiber müssen nach §8a BSI-Gesetz angemessene technische und organisatorische Vorkehrungen treffen, diese alle zwei Jahre nachweisen (z. B. durch Audits) und erhebliche IT-Sicherheitsvorfälle dem BSI melden.
Das KRITIS-Dachgesetz erweitert den Resilienz-Begriff auf physische Sicherheit: IT-Resilienz und physische Resilienz (Schutz gegen Stromausfall, Hochwasser, physischen Zugang) müssen gemeinsam gedacht werden. Für KRITIS-Betreiber bedeutet das: Backup-Infrastruktur muss sowohl gegen Cyberangriffe als auch gegen physische Bedrohungen abgesichert sein.
Im Kontext von Datensicherung sind für KRITIS-Betreiber physisch isolierte Backup-Systeme () und Hardware- für die Archivierung besonders relevant: Ein nicht adressierbares Speichermedium erfüllt die BSI-Anforderung nach einem netzwerkunabhängigen, unveränderlichen Backup-Speicher auf die direkteste mögliche Weise.
Air Gap
Ein Air Gap ist die physische Unterbrechung jeder Netzwerkverbindung zwischen einem Backup-System und der übrigen IT-Infrastruktur, sodass das System im Offline-Zustand keine adressierbare Netzwerkschnittstelle besitzt und damit für Ransomware und Angreifer unerreichbar ist.
WORM
WORM (Write Once, Read Many) bezeichnet ein Speicherprinzip, bei dem Daten einmal geschrieben und danach technisch nicht mehr verändert oder gelöscht werden können — bei Hardware-WORM ist diese Unveränderlichkeit eine physikalische Eigenschaft des Speicher-Controllers, unabhängig von Software, Betriebssystem oder Benutzerprivilegien.