Unabhängig von Cloud-Anbietern und Förderbedingungen
Forschungsdaten langfristig sichern und lokal nutzbar machen
DFG Leitlinie 17 fordert zehn Jahre Forschungsdaten-Aufbewahrung. DSGVO, Exportkontrolle und Vertraulichkeitsvereinbarungen schließen Cloud-Speicherung für einen wachsenden Teil dieser Daten aus. On-Premise-Infrastruktur ist keine Rückfalloption — sie ist die einzige konforme Lösung.

Warum Cloud-Speicherung für Forschungsdaten zunehmend ausscheidet #
Universitäten, Fraunhofer-Institute, Helmholtz-Zentren, Max-Planck- und Leibniz-Institute stehen vor einer strukturellen Herausforderung: Der Datenbestand wächst exponentiell — Sequenzierungsdaten, Klimamodelle, bildgebende Messreihen, qualitative Interviewdaten — während gleichzeitig die regulatorischen Anforderungen an den Speicherort restriktiver werden.
Vier Faktoren machen Cloud-Speicherung für einen wachsenden Anteil von Forschungsdaten nicht nur suboptimal, sondern unzulässig:
1. Exportkontrolle und Dual-Use-Regulierung. Forschungsergebnisse aus sicherheitsrelevanten Bereichen — Materialwissenschaft, Biosicherheit, Rüstungsforschung, Nukleartechnik — unterliegen nationalen und europäischen Exportkontrollvorschriften. Die Übertragung dieser Daten an einen Cloud-Anbieter, dessen Rechenzentren außerhalb der EU liegen oder der unter US-CLOUD-Act-Jurisdiktion operiert, kann einen Exportkontrollverstoß darstellen.
2. bei personenbezogenen Forschungsdaten. Klinische Studien, Bevölkerungsumfragen, genomische Daten — personenbezogene Forschungsdaten dürfen nur unter strengen Auflagen an Drittanbieter übertragen werden. Art. 28 verlangt Auftragsverarbeitungsverträge, die viele Cloud-Anbieter nicht in der Form bieten, die Datenschutzbeauftragte akzeptieren.
3. Vertraulichkeitsvereinbarungen mit Industriepartnern. Drittmittelprojekte in Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen enthalten regelmäßig NDA-Klauseln, die die Verarbeitung der Projektdaten auf Systemen unter vollständiger Kontrolle der Forschungseinrichtung verlangen.
4. Förderrechtliche Anforderungen. Horizon-Europe-Projekte verlangen Data Management Plans (DMPs), die den Speicherort, die Zugriffskontrolle und die Langzeitverfügbarkeit von Forschungsdaten nachweisen. Die Antwort “wir nutzen einen kommerziellen Cloud-Dienst” ist in Kombination mit den oben genannten Datenkategorien selten ausreichend.
DFG Leitlinie 17: Was “zehn Jahre” für Ihre Infrastruktur bedeutet #
Die DFG-Leitlinien zur guten wissenschaftlichen Praxis (Leitlinie 17, 2019) fordern, dass Forschungsdaten und alle für die Reproduzierbarkeit eines Ergebnisses notwendigen Materialien für mindestens zehn Jahre aufbewahrt werden — zugänglich, integer und nachvollziehbar.
“Zugänglich” bedeutet: Die Daten müssen über den gesamten Zeitraum lesbar sein, unabhängig davon, welche Software oder welche Systeme sich in dieser Zeit verändern. “Integer” bedeutet: Es muss nachweisbar sein, dass die Daten seit ihrer Erstellung nicht verändert wurden. “Nachvollziehbar” bedeutet: Zugriffe und Veränderungen müssen protokolliert sein.
Diese drei Anforderungen sind mit softwarebasierter Archivierung nur bedingt erfüllbar. Softwaresperren lassen sich deaktivieren. Systeme werden abgelöst, Formate werden nicht mehr gelesen, Lizenzen laufen aus. — Unveränderlichkeit, die auf Geräteebene erzwungen wird — ist die einzige Methode, die alle drei Anforderungen über einen Zehn-Jahres-Zeitraum lückenlos erfüllt.
DSGVO
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, EU 2016/679) ist die europäische Regulierung zum Schutz personenbezogener Daten — für IT-Infrastruktur besonders relevant in Art. 5 (Grundsätze), Art. 17 (Recht auf Löschung), Art. 28 (Auftragsverarbeiter) und Art. 32 (Sicherheit der Verarbeitung).
DSGVO
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, EU 2016/679) ist die europäische Regulierung zum Schutz personenbezogener Daten — für IT-Infrastruktur besonders relevant in Art. 5 (Grundsätze), Art. 17 (Recht auf Löschung), Art. 28 (Auftragsverarbeiter) und Art. 32 (Sicherheit der Verarbeitung).
WORM
WORM (Write Once, Read Many) bezeichnet ein Speicherprinzip, bei dem Daten einmal geschrieben und danach technisch nicht mehr verändert oder gelöscht werden können — bei Hardware-WORM ist diese Unveränderlichkeit eine physikalische Eigenschaft des Speicher-Controllers, unabhängig von Software, Betriebssystem oder Benutzerprivilegien.
WORM
WORM (Write Once, Read Many) bezeichnet ein Speicherprinzip, bei dem Daten einmal geschrieben und danach technisch nicht mehr verändert oder gelöscht werden können — bei Hardware-WORM ist diese Unveränderlichkeit eine physikalische Eigenschaft des Speicher-Controllers, unabhängig von Software, Betriebssystem oder Benutzerprivilegien.
Silent Cubes für Forschungsdaten-Archivierung
Silent Cubes sind als Langzeitarchivierungssystem für genau diesen Anforderungsrahmen konzipiert:
Bit-level Integrity: Jeder gespeicherte Datensatz wird mit einem kryptografischen Prüfsummenverfahren gesichert. Stille Bit-Rotationen oder Speicherfehler werden erkannt und korrigiert, bevor sie zu Datenverlust führen. Für Forschungsdaten, die in zehn Jahren als Reproduzierbarkeitsbasis herangezogen werden, ist das keine optionale Funktion — es ist eine Grundvoraussetzung.
Institutionelle Kontrolle: Alle Daten bleiben vollständig unter der Kontrolle der Einrichtung. Keine Abhängigkeit von Drittanbieter-Verfügbarkeit, keine Kündigung eines Cloud-Vertrags, die einen Datenverlust auslöst, kein Rechenzentrum in einer anderen Jurisdiktion.
Konfigurierbare Retentionsfristen: 10 Jahre für DFG-konforme Aufbewahrung — oder länger, für klinische Daten, Umweltmessdaten oder andere Datenkategorien mit spezifischen Aufbewahrungspflichten.
WORM
WORM (Write Once, Read Many) bezeichnet ein Speicherprinzip, bei dem Daten einmal geschrieben und danach technisch nicht mehr verändert oder gelöscht werden können — bei Hardware-WORM ist diese Unveränderlichkeit eine physikalische Eigenschaft des Speicher-Controllers, unabhängig von Software, Betriebssystem oder Benutzerprivilegien.
Ransomware
Ransomware ist Schadsoftware, die Daten auf infizierten Systemen verschlüsselt und ein Lösegeld für die Entschlüsselung fordert — mit dem Ziel, Unternehmen und Behörden zur Zahlung zu zwingen, indem sie deren Betrieb lahmlegen.
WORM
WORM (Write Once, Read Many) bezeichnet ein Speicherprinzip, bei dem Daten einmal geschrieben und danach technisch nicht mehr verändert oder gelöscht werden können — bei Hardware-WORM ist diese Unveränderlichkeit eine physikalische Eigenschaft des Speicher-Controllers, unabhängig von Software, Betriebssystem oder Benutzerprivilegien.


Silent Brick System: Backup für große Forschungsdatenbestände
Genomsequenzierungsdaten wachsen pro Projekt in den Petabyte-Bereich. Klimamodellsimulationen erzeugen Datenmengen, die in keinem kommerziellen Cloud-Archiv wirtschaftlich skalieren. Bildgebende Messreihen aus Teleskopen, Rasterelektronenmikroskopen oder Partikeldetektoren füllen wöchentlich ganze Storage-Racks.
Das Silent Brick System ist als skalierbares Backup-System für genau diese Datenmengen ausgelegt. Die modulare Architektur wächst mit dem Forschungsdatenbestand, ohne dass Grundarchitektur oder Lizenzbasis geändert werden müssen.
Physischer
Multi-Standort-Betrieb: Universitäten mit mehreren Campusstandorten oder außeruniversitäre Einrichtungen mit verteilten Instituten können dezentrale Silent Brick Systeme über eine zentrale Konsole verwalten. Jeder Standort sichert lokal — die Administration erfolgt zentral.
Ransomware
Ransomware ist Schadsoftware, die Daten auf infizierten Systemen verschlüsselt und ein Lösegeld für die Entschlüsselung fordert — mit dem Ziel, Unternehmen und Behörden zur Zahlung zu zwingen, indem sie deren Betrieb lahmlegen.
Air Gap
Ein Air Gap ist die physische Unterbrechung jeder Netzwerkverbindung zwischen einem Backup-System und der übrigen IT-Infrastruktur, sodass das System im Offline-Zustand keine adressierbare Netzwerkschnittstelle besitzt und damit für Ransomware und Angreifer unerreichbar ist.
Mit Silent AI Forschungsliteratur und Projektdaten intern erschließen
Forschungseinrichtungen akkumulieren Wissen in einer Geschwindigkeit, die individuelle Recherche überfordert: Publikationen, interne Berichte, Rohdatenkommentierungen, Projektdokumentation, Normenkataloge, Förderantragstexte. Das Wissen ist vorhanden — es ist nur nicht abrufbar.
Silent AI bringt KI-gestützte Dokumentenanalyse auf die eigene Infrastruktur. Forschende können Fragen zu Projektdaten, Publikationen und internen Dokumenten in natürlicher Sprache stellen und erhalten sofort relevante Passagen — aus dem gesamten institutionellen Wissensbestand, nicht nur aus dem, was in den letzten Wochen geöffnet wurde.
Entscheidend für Forschungseinrichtungen: Kein Datentransfer in die Cloud. Kein US-CLOUD-Act-Risiko. Kein
DSGVO
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, EU 2016/679) ist die europäische Regulierung zum Schutz personenbezogener Daten — für IT-Infrastruktur besonders relevant in Art. 5 (Grundsätze), Art. 17 (Recht auf Löschung), Art. 28 (Auftragsverarbeiter) und Art. 32 (Sicherheit der Verarbeitung).

Compliance auf einen Blick #
| Regulierung / Anforderung | Konkrete Pflicht | FAST LTA Lösung |
|---|---|---|
| DFG Leitlinie 17 | 10 Jahre Aufbewahrung; Integrität, Zugänglichkeit, Nachvollziehbarkeit | Silent Cubes Hardware-WORM; Bit-level Integrity; vollständiger Audit Trail; offene Dateiformate |
| DSGVO Art. 5, 28, 32 | Integrität personenbezogener Forschungsdaten; kein unkontrollierter Transfer an Drittanbieter | Vollständiger On-Premise-Betrieb; keine Auftragsverarbeitung durch externe Cloud-Anbieter |
| Horizon Europe DMP | Nachweisbarer Speicherort, Zugriffskontrolle, Langzeitverfügbarkeit | Hardware-Archivierung mit konfigurierbaren Retentionsfristen; institutionelle Kontrolle dokumentierbar |
| Exportkontrolle (AWG/Dual-Use-VO) | Keine Übertragung exportkontrollrelevanter Daten in Jurisdiktionen außerhalb zulässiger Grenzen | Vollständig On-Premise in Deutschland; kein Transfer an ausländische Cloud-Anbieter |
| EU Data Act (in Kraft seit 12. September 2025) | Transparenz bei Datenverarbeitung; Recht auf Datenportabilität in strukturierter Form | Silent Cubes im offenen OpenDocument-Format ermöglicht Datenportabilität; On-Premise-Betrieb gewährleistet volle Kontrolle |
| Gute wissenschaftliche Praxis (DFG) | Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen durch langfristig verfügbare, unveränderte Daten | Hardware-WORM als physikalischer Nachweis der Nichtveränderung; Bit-level Integrity-Prüfung |
Fragen und Antworten
Erfüllt Silent Cubes die Anforderungen der DFG Leitlinie 17 formal — gibt es eine Bestätigung für Förderantragsunterlagen?
WORM
WORM (Write Once, Read Many) bezeichnet ein Speicherprinzip, bei dem Daten einmal geschrieben und danach technisch nicht mehr verändert oder gelöscht werden können — bei Hardware-WORM ist diese Unveränderlichkeit eine physikalische Eigenschaft des Speicher-Controllers, unabhängig von Software, Betriebssystem oder Benutzerprivilegien.
WORM
WORM (Write Once, Read Many) bezeichnet ein Speicherprinzip, bei dem Daten einmal geschrieben und danach technisch nicht mehr verändert oder gelöscht werden können — bei Hardware-WORM ist diese Unveränderlichkeit eine physikalische Eigenschaft des Speicher-Controllers, unabhängig von Software, Betriebssystem oder Benutzerprivilegien.
Wie erstellt man mit Silent Cubes einen Forschungsdatenmanagementplan (DMP), der Horizon-Europe-Anforderungen erfüllt?
Ein DMP für Horizon-Europe-Projekte muss dokumentieren: Wo werden Daten gespeichert, wer hat Zugriff, wie wird Integrität sichergestellt, wie wird Langzeitverfügbarkeit garantiert? Silent Cubes liefert für alle vier Punkte konkrete, prüfbare Antworten. FAST LTA stellt DMP-Textvorlagen und technische Beschreibungsbausteine zur Verfügung, die direkt in Horizon-Europe-DMP-Templates eingefügt werden können. Auf Anfrage begleiten wir den DMP-Erstellungsprozess.
Kann eine Universität mit mehreren Campusstandorten eine gemeinsame Silent Cubes-Infrastruktur betreiben?
Ja. Silent Cubes und Silent Brick System unterstützen verteilte Multi-Standort-Konfigurationen. Jeder Standort kann eine eigene Archivierungs- und Backup-Einheit betreiben, die über eine zentrale Verwaltungsoberfläche administriert wird. Zugriffsrechte, Retentionsfristen und Dokumentenklassen können einrichtungs- oder fachbereichsspezifisch konfiguriert werden. Replikation zwischen Standorten für erhöhte Ausfallsicherheit ist möglich. Für Verbundeinrichtungen (z. B. gemeinsame Nutzung durch mehrere Leibniz-Institute) sind mandantengetrennte Betriebsmodelle realisierbar.
Wie lange können Forschungsdaten auf Silent Cubes aufbewahrt werden — was passiert nach 10 Jahren?
Die Speichermedien in Silent Cubes sind für eine Mindestlebensdauer von 30 Jahren ausgelegt — weit über die DFG-Mindestfrist von 10 Jahren hinaus. Die
WORM
WORM (Write Once, Read Many) bezeichnet ein Speicherprinzip, bei dem Daten einmal geschrieben und danach technisch nicht mehr verändert oder gelöscht werden können — bei Hardware-WORM ist diese Unveränderlichkeit eine physikalische Eigenschaft des Speicher-Controllers, unabhängig von Software, Betriebssystem oder Benutzerprivilegien.
WORM
WORM (Write Once, Read Many) bezeichnet ein Speicherprinzip, bei dem Daten einmal geschrieben und danach technisch nicht mehr verändert oder gelöscht werden können — bei Hardware-WORM ist diese Unveränderlichkeit eine physikalische Eigenschaft des Speicher-Controllers, unabhängig von Software, Betriebssystem oder Benutzerprivilegien.
Sind Silent Cubes geeignet für besonders große Datenmengen — Genomsequenzierung, Klimamodelle, Teleskopbilder?
Ja. Silent Cubes und Silent Brick System sind in Petabyte-Größenordnungen skalierbar. Die modulare Architektur erlaubt den schrittweisen Ausbau ohne Grundarchitekturänderungen. Für sehr hohe Schreibraten — wie sie bei Sequenzierungsdaten oder Live-Messkampagnen entstehen — bietet das Silent Brick System besonders hohe sequenzielle Schreibleistung. Eine Kapazitäts- und Durchsatzplanung führen wir im Beratungsgespräch gemeinsam durch — auf Basis Ihrer konkreten Datenmengen und Wachstumsraten.
Beratung anfragen
Sprechen Sie mit einem Spezialisten, der die DFG-Anforderungen kennt und Ihre Infrastruktur versteht.
