Was ist eigentlich…
WORM
WORM-Speicher ist die technische Grundlage revisionssicherer Archivierung. Das Akronym steht für „Write Once, Read Many”: Daten werden einmalig geschrieben und sind danach für eine konfigurierte Schutzfrist weder überschreibbar noch löschbar noch in irgendeiner Weise modifizierbar. Die entscheidende Unterscheidung liegt in der Ebene, auf der diese Eigenschaft durchgesetzt wird.
Hardware-WORM setzt Unveränderlichkeit auf der einzigen Ebene durch, auf die keine Software zugreift: dem Hardware-Controller selbst. Sobald der Schreibvorgang abgeschlossen ist, setzt ein integrierter Hardware-Controller den Schreibschutz direkt auf Geräteebene — unabhängig von Betriebssystem, Firmware, Treibern oder Benutzerprivilegien. Kein Softwarefehler, kein Firmware-Update, kein noch so hoch privilegiertes Administrator-Konto kann einen einmal festgeschriebenen Datensatz verändern oder löschen.
Software-WORM setzt Unveränderlichkeit dagegen durch Software-Policies — , Retention Policies, Immutability Flags. Diese Policies existieren jedoch nur so lange, wie die Software korrekt konfiguriert ist und kein Nutzer mit ausreichenden Rechten sie deaktiviert. Ransomware-Angriffe eskalieren gezielt Administratorrechte, um genau diese Sperren zu umgehen. Für Revisoren und Auditoren ist der Unterschied fundamental: Hardware-WORM ist eine physikalische Eigenschaft — Software-WORM ist eine Policy, die jemand einhalten kann oder auch nicht.
Für die Revisionssicherheit nach (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form) ist Hardware-WORM die belastbarere Position: Sie erfüllt die -Anforderung an Unveränderlichkeit (Tz. 58 – 63) ohne Abhängigkeit von organisatorischen Maßnahmen, die bei einem Audit schwerer nachzuweisen sind.
Anwendungsfelder umfassen: Langzeitarchivierung steuerrelevanter Dokumente (10 Jahre, §257 HGB / §147 AO), Archivierung medizinischer Bilddaten (30 Jahre, §10 RöV / §28 RöV), Forschungsdaten-Archivierung nach DFG Leitlinie 17, SAP-Archivierung und Dokumentenmanagement in regulierten Branchen.
Immutable Storage
Immutable Storage bezeichnet Speichertechnologien, die gespeicherte Daten vor nachträglicher Veränderung oder Löschung schützen — wobei der entscheidende Unterschied darin liegt, ob dieser Schutz auf Hardware-Ebene (nicht umgehbar) oder auf Software-Ebene (durch Administratoren mit ausreichenden Rechten umgehbar) durchgesetzt wird.
GoBD
Die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) sind ein BMF-Schreiben, das konkretisiert, wie steuerrelevante Dokumente in Deutschland elektronisch archiviert werden müssen — insbesondere hinsichtlich Unveränderlichkeit, Vollständigkeit und Prüfbarkeit.
GoBD
Die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) sind ein BMF-Schreiben, das konkretisiert, wie steuerrelevante Dokumente in Deutschland elektronisch archiviert werden müssen — insbesondere hinsichtlich Unveränderlichkeit, Vollständigkeit und Prüfbarkeit.