Artikel vom 2. Dezember 2025
DSGVO und Cloud-Speicherung: Rechtskonformer Umgang mit Personenbezogenen Daten
DSGVO Artikel 44-49: Drittlandtransfer #
Was ist ein Drittlandtransfer? #
Drittland: Ein Land außerhalb der EU/EWR (z. B. USA, China, Singapur)
Drittlandtransfer: Das Übertragen von Personendaten in diese Länder
Problem: Länder außerhalb EU haben oft weniger Datenschutz. Die sagt: Du darfst nur transferieren, wenn das Drittland ein “angemessenes Schutzniveau” hat.
Welche Länder sind “angemessen”? #
EU-Kommission hat folgende Länder als angemessen zertifiziert:
- Schweiz
- Japan
- Südkorea
- Vereinigtes Königreich (UK) — provisorisch
- Argentinien
- Kanada
- Uruguay
- Neuseeland
Bewusst NICHT auf der Liste:
- ❌ USA (wegen , Privacy Shield wurde aufgehoben)
- ❌ China
- ❌ Indien
- ❌ Australien
Aber: EU-US DPF erlaubt wieder US-Transfers (seit Juli 2023), mit DPF-Zertifikat.
Transfers ohne Angemessenheitsbeschluss (Art. 46–49) #
Wenn das Land nicht “angemessen” ist, brauchen Sie eines dieser Instrumente:
1. Standard Contractual Clauses (SCC)
Was ist das? Vertragliche Klauseln, die der Auftragsverarbeiter (z. B. AWS) unterschreibt. Diese sagen: “Wir halten -Standards ein, auch wenn Drittland nicht tut.”
Problem: Schrems II hat gezeigt, dass SCCs nicht immer reichen ( überschreibt Vertrag).
Wann nutzen: Z. B. AWS mit SCC ist “wahrscheinlich okay”, aber nicht 100% rechtssicher.
2. Binding Corporate Rules (BCR)
Was ist das? Interne Konzernrichtlinien (für Konzerne mit mehreren Standorten). Der Konzern verpflichtet sich, überall gleiche Datenschutz-Standards zu halten.
Wann nutzen: Nur für Konzerne (nicht KMU), und nur wenn alle Standorte -Anforderungen erfüllen.
3. Adequacy Decisions (für Australien, Kanada, etc.)
Was ist das? Ein Beschluss der EU-Kommission, dass das Land angemessenes Schutzniveau hat.
Wann nutzen: Wenn Ihr Drittland auf der Liste ist (Schweiz, Japan, UK, etc.).
DSGVO Artikel 28: Auftragsverarbeitung #
Was ist Auftragsverarbeiter? #
Verantwortlicher: Das Unternehmen, das Daten sammelt (z. B. Sie)
Auftragsverarbeiter: Das Unternehmen, das Daten für Sie verarbeitet (z. B. Cloud-Provider)
Beispiel:
- Sie sammeln Kundendaten (Verantwortlicher)
- Sie speichern sie bei AWS S3 (Auftragsverarbeiter)
- AWS darf die Daten NUR gemäß Ihrer Anweisungen verarbeiten
Anforderungen für Auftragsverarbeitung #
Sie müssen mit dem Auftragsverarbeiter einen Vertrag abschließen (Data Processing Agreement, DPA):
Wichtige Punkte im DPA:
- [ ] Zweck und Art der Verarbeitung
- [ ] Sicherheitsmaßnahmen (Krypto, Zugriffskontrolle)
- [ ] Ort der Verarbeitung (Cloud-Region)
- [ ] Dauer der Verarbeitung
- [ ] Recht des Verantwortlichen auf Audits
- [ ] Löschung nach Vertragsenende
- [ ] Unterauftragsverarbeiter (wenn AWS sub-contractor nutzt)
Große Clouds haben DPA-Templates:
- AWS hat “Data Processing Addendum”
- Microsoft Azure hat “Data Processing Supplement”
- Google Cloud hat “Data Processing Amendment”
Wichtig: Ohne DPA verstößt Sie gegen Art. 28.
“Angemessenes Schutzniveau” — Was bedeutet das? #
Die sagt, Daten dürfen nur in Länder mit “angemessenem Schutzniveau” transferiert werden.
Was ist “angemessen”?
- Ähnliche Datenschutz-Gesetze wie
- Transparenz (Benutzer sollen wissen, wer auf Daten zugreift)
- Kontrollierte Zugriffsrechte (nicht Blanko-Zugriffsrechte für Geheimdienste)
- Recht auf Beschwerde gegen Regierungs-Zugriffe
- Enforcement (wer setzt Datenschutz durch?)
USA problematisch, weil:
- ❌ erlaubt Geheimdiensten Massenüberwachung
- ❌ Keine echte Transparenz über Zugriffe
- ❌ Keine effektive Beschwerdemöglichkeit für Betroffene
- ✅ Aber: EU-US DPF (seit 2023) soll das verbessern
Praktische Implikationen #
Szenario 1: Kundendaten bei AWS US #
Was ist legal?
- Mit DPF-Zertifikat (AWS hat das): Ja, aktuell legal
- Mit Standard Contractual Clauses (allein): Wahrscheinlich, aber rechtsunsicher
- Ohne irgendwelche Maßnahmen: ❌ Nein, illegal
RTC: 6–18 Monate, wenn Datenschutzbehörde kontrolliert und findet, dass es falsch war.
Szenario 2: Kundendaten bei europäischer Cloud (z. B. Scaleway) #
Was ist legal?
- ✅ Ja, automatisch okay (europäisches Unternehmen, EU-Datenschutz)
- Nur DPA erforderlich (Standard-Vorlage)
Szenario 3: Kundendaten bei chinesischer Cloud (z. B. Alibaba Cloud China) #
Was ist legal?
- ❌ Ohne spezielle Angemessenheits-Beschluss nein
- Nur möglich mit SCC ODER BCR, aber: China Datenschutz-Risiko sehr hoch
- Empfehlung: Nicht machen
Häufige Fragen #
Reicht ein DPA aus, um US-Cloud zu nutzen? Nein. Ein DPA regelt nur, wie der Cloud-Provider Ihre Daten behandelt. Es schützt nicht vor . Sie brauchen auch:
- DPF-Zertifikat (AWS hat), oder
- Standard Contractual Clauses + zusätzliche Schutzmaßnahmen
Was ist eine zusätzliche Schutzmaßnahme? Z. B.:
- Encryption at Rest (mit Keys, die Sie halten)
- Pseudonymisierung (Namen entfernen, nur Nummern speichern)
- Data Minimization (nur notwendige Daten speichern)
Was passiert, wenn ich nicht -konform bin? Bußgelder bis 4% des globalen Jahresumsatzes (kann Millionen EUR sein). Plus: Betroffene können Sie verklagen.
Sind deutsche Cloud-Provider sicherer? Ja, automatisch -konform. Aber: Teurer (30–50% mehr als AWS). Trade-off zwischen Kosten und Sicherheit.
DSGVO
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, EU 2016/679) ist die europäische Regulierung zum Schutz personenbezogener Daten — für IT-Infrastruktur besonders relevant in Art. 5 (Grundsätze), Art. 17 (Recht auf Löschung), Art. 28 (Auftragsverarbeiter) und Art. 32 (Sicherheit der Verarbeitung).
DSGVO
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, EU 2016/679) ist die europäische Regulierung zum Schutz personenbezogener Daten — für IT-Infrastruktur besonders relevant in Art. 5 (Grundsätze), Art. 17 (Recht auf Löschung), Art. 28 (Auftragsverarbeiter) und Art. 32 (Sicherheit der Verarbeitung).
US CLOUD Act
Der US CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act, 2018) ermächtigt US-Behörden, von US-Unternehmen die Herausgabe von Daten zu verlangen — unabhängig davon, wo diese Daten physisch gespeichert sind, auch wenn die Server in der EU stehen.
DSGVO
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, EU 2016/679) ist die europäische Regulierung zum Schutz personenbezogener Daten — für IT-Infrastruktur besonders relevant in Art. 5 (Grundsätze), Art. 17 (Recht auf Löschung), Art. 28 (Auftragsverarbeiter) und Art. 32 (Sicherheit der Verarbeitung).
DSGVO
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, EU 2016/679) ist die europäische Regulierung zum Schutz personenbezogener Daten — für IT-Infrastruktur besonders relevant in Art. 5 (Grundsätze), Art. 17 (Recht auf Löschung), Art. 28 (Auftragsverarbeiter) und Art. 32 (Sicherheit der Verarbeitung).
DSGVO
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, EU 2016/679) ist die europäische Regulierung zum Schutz personenbezogener Daten — für IT-Infrastruktur besonders relevant in Art. 5 (Grundsätze), Art. 17 (Recht auf Löschung), Art. 28 (Auftragsverarbeiter) und Art. 32 (Sicherheit der Verarbeitung).
US CLOUD Act
Der US CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act, 2018) ermächtigt US-Behörden, von US-Unternehmen die Herausgabe von Daten zu verlangen — unabhängig davon, wo diese Daten physisch gespeichert sind, auch wenn die Server in der EU stehen.
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Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, EU 2016/679) ist die europäische Regulierung zum Schutz personenbezogener Daten — für IT-Infrastruktur besonders relevant in Art. 5 (Grundsätze), Art. 17 (Recht auf Löschung), Art. 28 (Auftragsverarbeiter) und Art. 32 (Sicherheit der Verarbeitung).
US CLOUD Act
Der US CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act, 2018) ermächtigt US-Behörden, von US-Unternehmen die Herausgabe von Daten zu verlangen — unabhängig davon, wo diese Daten physisch gespeichert sind, auch wenn die Server in der EU stehen.
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US CLOUD Act
Der US CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act, 2018) ermächtigt US-Behörden, von US-Unternehmen die Herausgabe von Daten zu verlangen — unabhängig davon, wo diese Daten physisch gespeichert sind, auch wenn die Server in der EU stehen.