5 Architektur-Anforderungen für Finanzinstitute im Praxistest
DORA verschiebt den Fokus von Konzepten auf überprüfbare Technik. Dieser Artikel zeigt fünf konkrete Architektur-Anforderungen für Backup und Recovery, die Finanzunternehmen jetzt umsetzen sollten – inklusive typischer Fehler aus der Praxis.
() ist seit Januar 2025 verbindlich – und die BaFin hat angekündigt, ab 2026 systematisch zu prüfen. Entscheidend ist dabei nicht die Dokumentation von Konzepten, sondern deren technische Umsetzung.
Für Banken, Versicherungen und Asset Manager bedeutet das: Es zählt, was im Ernstfall nachweisbar funktioniert.
Dieser Artikel beschreibt fünf zentrale Architekturanforderungen im Bereich Backup und IKT-Resilienz, die sich aus DORA ableiten lassen – inklusive technischer Einordnung und typischer Fehler in der Praxis.
Anforderung 1: Nachweisbare Backup-Isolation
(Bezug: u. a. Art. 6–13, Art. 11 DORA)
Was DORA verlangt: IKT-Systeme müssen so gestaltet sein, dass sie gegen Ausfälle und Angriffe resilient sind. Dazu gehört auch, dass Backup-Systeme nicht durch denselben Angriff kompromittiert werden können wie die Produktionsumgebung.
Technische Umsetzung in der Praxis:
Eine reine Trennung per VLAN innerhalb derselben Hypervisor-Umgebung ist nicht ausreichend
Bei einer Hypervisor-Kompromittierung wären Produktion und Backup gleichermaßen betroffen
Erforderlich ist eine nachweisbar kompromissresistente Trennung, z. B.:
physischer Air Gap
logisch und administrativ unabhängige Backup-Infrastruktur
getrennte Management-Plane
Softwarebasierte Isolation ist möglich, muss aber belastbar nachweisbar sein
Typischer Fehler: Backup-Systeme laufen im selben VMware- oder Hyper-V-Cluster wie die Produktion – getrennt nur durch Netzwerksegmentierung.
Anforderung 2: Unveränderlichkeit (Immutability) der Backup-Daten
(Bezug: Art. 9, Art. 12 DORA)
Was DORA verlangt: Daten müssen vor unbefugter Veränderung oder Löschung geschützt sein – auch bei kompromittierten Accounts.
Technische Umsetzung in der Praxis:
Einsatz von WORM-Mechanismen (z. B. Object Lock)
Immutability muss so umgesetzt sein, dass sie nicht durch privilegierte Einzelaccounts aufgehoben werden kann
Best Practice:
Compliance Mode statt Governance Mode
zusätzliche Absicherung durch Multi-Person Authorization (MPA)
Schutz gilt auch gegenüber Administratoren
Typischer Fehler: Object Lock ist aktiviert, aber im Governance Mode – ein kompromittierter Admin kann Backups dennoch löschen.
Anforderung 3: Starke Authentifizierung für Backup-Systeme
(Bezug: Art. 9 DORA)
Was DORA verlangt: Starke Authentifizierungsverfahren für kritische IKT-Systeme.
Technische Umsetzung in der Praxis:
MFA für alle Backup-Management-Konsolen und Storage-Systeme
Kein Passwort-only-Zugang für kritische Systeme
Absicherung von Service-Accounts durch gleichwertige Maßnahmen, z. B.:
Credential Vaulting
regelmäßige Rotation
minimale Rechtevergabe (Least Privilege)
Typischer Fehler: MFA ist in der Produktionsumgebung aktiv, aber nicht auf Backup-Systemen – diese werden zum bevorzugten Angriffsziel.
Anforderung 4: Definierte RTOs/RPOs und getestete Recovery-Prozesse
(Bezug: Art. 11 DORA)
Was DORA verlangt: Unternehmen müssen ihre Wiederanlauffähigkeit nachweisen können – inklusive definierter Zielwerte und regelmäßiger Tests.
Technische und organisatorische Umsetzung:
Definition von RTO (Recovery Time Objective) und RPO (Recovery Point Objective) für kritische Systeme
Regelmäßige Recovery-Tests (mindestens jährlich für kritische Systeme)
Tests müssen messbar sein:
tatsächliche Wiederherstellungsdauer
Abweichung vom Zielwert
Vollständige Dokumentation erforderlich:
Datum, Umfang, Systeme
Ergebnisse und Abweichungen
Verantwortlichkeiten
Typischer Fehler: Recovery wurde „irgendwann mal getestet“, aber nicht dokumentiert oder nicht unter realistischen Bedingungen.
Anforderung 5: IKT-Drittparteienmanagement im Backup-Kontext
(Bezug: Art. 28–30 DORA)
Was DORA verlangt: Kritische IKT-Drittanbieter müssen identifiziert, bewertet und vertraglich abgesichert sein. Bestehende Verträge müssen bis 31.12.2026 angepasst werden.
Was das für Backup und Storage bedeutet:
Prüfung, ob Backup- oder Cloud-Anbieter als kritischer IKT-Drittanbieter gelten
Verträge müssen u. a. enthalten:
Audit-Rechte
klare SLAs
Exit-Strategien
Bewertung der Datensouveränität:
Speicherort der Daten
Zugriffsmöglichkeiten
Typischer Fehler: Cloud-Backup wird genutzt, aber Verträge enthalten keine DORA-konformen Regelungen – Anpassungsbedarf bis Ende 2026.
Zusammenfassung: DORA-Backup-Checkliste für Finanzunternehmen
Anforderung
DORA-Artikel
Status prüfen
Backup-Isolation (hypervisor-unabhängig oder Air Gap)
DORA ist komplex. Aber die konkreten Backup-Anforderungen sind klar definiert. Wer die fünf beschriebenen Architekturanforderungen erfüllt, ist für BaFin-Prüfungen gut vorbereitet und hat gleichzeitig eine Architektur, die im Ernstfall tatsächlich schützt.
DORA
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554) ist eine EU-Verordnung, die seit Januar 2025 für alle regulierten Finanzmarktteilnehmer gilt und konkrete Anforderungen an IKT-Risikomanagement, Backup-Systeme (Art. 11 und 12), Drittanbieter-Management (Art. 28–30) sowie Incident-Meldung stellt.
IT-Resilienz ist die Fähigkeit einer IT-Infrastruktur, unter widrigen Bedingungen — von Cyberangriffen über Hardwareausfälle bis zu Naturkatastrophen — funktionsfähig zu bleiben oder die Funktionsfähigkeit in definierter Zeit wiederherzustellen, sodass kritische Geschäftsprozesse aufrechterhalten werden.
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554) ist eine EU-Verordnung, die seit Januar 2025 für alle regulierten Finanzmarktteilnehmer gilt und konkrete Anforderungen an IKT-Risikomanagement, Backup-Systeme (Art. 11 und 12), Drittanbieter-Management (Art. 28–30) sowie Incident-Meldung stellt.
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554) ist eine EU-Verordnung, die seit Januar 2025 für alle regulierten Finanzmarktteilnehmer gilt und konkrete Anforderungen an IKT-Risikomanagement, Backup-Systeme (Art. 11 und 12), Drittanbieter-Management (Art. 28–30) sowie Incident-Meldung stellt.
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554) ist eine EU-Verordnung, die seit Januar 2025 für alle regulierten Finanzmarktteilnehmer gilt und konkrete Anforderungen an IKT-Risikomanagement, Backup-Systeme (Art. 11 und 12), Drittanbieter-Management (Art. 28–30) sowie Incident-Meldung stellt.
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554) ist eine EU-Verordnung, die seit Januar 2025 für alle regulierten Finanzmarktteilnehmer gilt und konkrete Anforderungen an IKT-Risikomanagement, Backup-Systeme (Art. 11 und 12), Drittanbieter-Management (Art. 28–30) sowie Incident-Meldung stellt.
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554) ist eine EU-Verordnung, die seit Januar 2025 für alle regulierten Finanzmarktteilnehmer gilt und konkrete Anforderungen an IKT-Risikomanagement, Backup-Systeme (Art. 11 und 12), Drittanbieter-Management (Art. 28–30) sowie Incident-Meldung stellt.
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554) ist eine EU-Verordnung, die seit Januar 2025 für alle regulierten Finanzmarktteilnehmer gilt und konkrete Anforderungen an IKT-Risikomanagement, Backup-Systeme (Art. 11 und 12), Drittanbieter-Management (Art. 28–30) sowie Incident-Meldung stellt.
Immutable Storage bezeichnet Speichertechnologien, die gespeicherte Daten vor nachträglicher Veränderung oder Löschung schützen — wobei der entscheidende Unterschied darin liegt, ob dieser Schutz auf Hardware-Ebene (nicht umgehbar) oder auf Software-Ebene (durch Administratoren mit ausreichenden Rechten umgehbar) durchgesetzt wird.
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554) ist eine EU-Verordnung, die seit Januar 2025 für alle regulierten Finanzmarktteilnehmer gilt und konkrete Anforderungen an IKT-Risikomanagement, Backup-Systeme (Art. 11 und 12), Drittanbieter-Management (Art. 28–30) sowie Incident-Meldung stellt.
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554) ist eine EU-Verordnung, die seit Januar 2025 für alle regulierten Finanzmarktteilnehmer gilt und konkrete Anforderungen an IKT-Risikomanagement, Backup-Systeme (Art. 11 und 12), Drittanbieter-Management (Art. 28–30) sowie Incident-Meldung stellt.
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554) ist eine EU-Verordnung, die seit Januar 2025 für alle regulierten Finanzmarktteilnehmer gilt und konkrete Anforderungen an IKT-Risikomanagement, Backup-Systeme (Art. 11 und 12), Drittanbieter-Management (Art. 28–30) sowie Incident-Meldung stellt.
Disaster Recovery bezeichnet die strukturierten Prozesse und technischen Maßnahmen, die sicherstellen, dass IT-Systeme nach einem schwerwiegenden Ausfall — Ransomware-Angriff, Hardwareversagen, Rechenzentrumsausfall — innerhalb definierter Zeitrahmen (RTO) mit maximalem Datenverlust (RPO) wiederhergestellt werden können.
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554) ist eine EU-Verordnung, die seit Januar 2025 für alle regulierten Finanzmarktteilnehmer gilt und konkrete Anforderungen an IKT-Risikomanagement, Backup-Systeme (Art. 11 und 12), Drittanbieter-Management (Art. 28–30) sowie Incident-Meldung stellt.
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554) ist eine EU-Verordnung, die seit Januar 2025 für alle regulierten Finanzmarktteilnehmer gilt und konkrete Anforderungen an IKT-Risikomanagement, Backup-Systeme (Art. 11 und 12), Drittanbieter-Management (Art. 28–30) sowie Incident-Meldung stellt.
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554) ist eine EU-Verordnung, die seit Januar 2025 für alle regulierten Finanzmarktteilnehmer gilt und konkrete Anforderungen an IKT-Risikomanagement, Backup-Systeme (Art. 11 und 12), Drittanbieter-Management (Art. 28–30) sowie Incident-Meldung stellt.
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554) ist eine EU-Verordnung, die seit Januar 2025 für alle regulierten Finanzmarktteilnehmer gilt und konkrete Anforderungen an IKT-Risikomanagement, Backup-Systeme (Art. 11 und 12), Drittanbieter-Management (Art. 28–30) sowie Incident-Meldung stellt.
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554) ist eine EU-Verordnung, die seit Januar 2025 für alle regulierten Finanzmarktteilnehmer gilt und konkrete Anforderungen an IKT-Risikomanagement, Backup-Systeme (Art. 11 und 12), Drittanbieter-Management (Art. 28–30) sowie Incident-Meldung stellt.
Ein Air Gap ist die physische Unterbrechung jeder Netzwerkverbindung zwischen einem Backup-System und der übrigen IT-Infrastruktur, sodass das System im Offline-Zustand keine adressierbare Netzwerkschnittstelle besitzt und damit für Ransomware und Angreifer unerreichbar ist.
Immutable Storage bezeichnet Speichertechnologien, die gespeicherte Daten vor nachträglicher Veränderung oder Löschung schützen — wobei der entscheidende Unterschied darin liegt, ob dieser Schutz auf Hardware-Ebene (nicht umgehbar) oder auf Software-Ebene (durch Administratoren mit ausreichenden Rechten umgehbar) durchgesetzt wird.
WORM (Write Once, Read Many) bezeichnet ein Speicherprinzip, bei dem Daten einmal geschrieben und danach technisch nicht mehr verändert oder gelöscht werden können — bei Hardware-WORM ist diese Unveränderlichkeit eine physikalische Eigenschaft des Speicher-Controllers, unabhängig von Software, Betriebssystem oder Benutzerprivilegien.
Immutable Storage bezeichnet Speichertechnologien, die gespeicherte Daten vor nachträglicher Veränderung oder Löschung schützen — wobei der entscheidende Unterschied darin liegt, ob dieser Schutz auf Hardware-Ebene (nicht umgehbar) oder auf Software-Ebene (durch Administratoren mit ausreichenden Rechten umgehbar) durchgesetzt wird.
RTO (Recovery Time Objective) ist die maximal akzeptable Ausfallzeit nach einem IT-Ausfall; RPO (Recovery Point Objective) ist der maximal akzeptable Datenverlust — beide sind Kennzahlen, die in Backup-Architekturen technisch nachweisbar erfüllt sein müssen und nicht nur als Wunschziele definiert werden dürfen.
RTO (Recovery Time Objective) ist die maximal akzeptable Ausfallzeit nach einem IT-Ausfall; RPO (Recovery Point Objective) ist der maximal akzeptable Datenverlust — beide sind Kennzahlen, die in Backup-Architekturen technisch nachweisbar erfüllt sein müssen und nicht nur als Wunschziele definiert werden dürfen.
Datensouveränität beschreibt die vollständige Kontrolle einer Organisation über ihre Daten: wo sie gespeichert werden, wer darauf zugreifen kann, welchem Rechtsrahmen sie unterliegen und ob sie jederzeit ohne Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter verfügbar sind.