Was war letzte Woche los? On-Premises-KI, regulatorischer Druck durch NIS2 und KRITIS sowie wachsende Angriffe auf Backup-Infrastrukturen. Datensouveränität und belastbare Resilienz sind für Unternehmen kein Zukunftsthema mehr, sondern sofortige Priorität.
Marek Birkenhauer
KW 18: On-Premises-KI, Compliance-Fristen und das Backup als Angriffsziel
89 Prozent. So viele Unternehmen planen laut einer aktuellen Studie, ihre On-Premises-Infrastruktur in den nächsten zwei Jahren auszubauen. Das ist keine Trendwende auf dem Papier, das ist eine strategische Neuausrichtung im Markt. Die Woche vom 27. April bis 1. Mai 2026 hat diese Entwicklung auf gleich drei Ebenen bestätigt: technisch, regulatorisch und in der Risikolandschaft.
Lokale KI: Der Rückzug aus der Cloud nimmt Fahrt auf
Treiber dieser Entwicklung ist die KI. Wer sensible Unternehmensdaten für KI-Anwendungen nutzen will, stößt in der Cloud auf strukturelle Probleme, die sich nicht durch Verträge wegverhandeln lassen: Latenz, -Risiken, . 85 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen geben an, dass KI-Anforderungen ihre Entscheidung für lokale Infrastruktur direkt beeinflussen. Mehr als die Hälfte bezweifelt, dass Cloud-Angebote die Latenzanforderungen für KI-Inferenz zuverlässig erfüllen.
Das ist kein akademisches Argument. Wer KI-Modelle auf US-Cloud-Diensten betreibt, gibt potenziell Einblick in Geschäftsdaten, auch wenn Server physisch in Europa stehen. Der ermöglicht US-Behörden den Zugriff unabhängig vom Standort. Diese Woche rückte das Thema erneut in den Vordergrund: Microsoft Copilot als konkretes Beispiel, wie Daten die Unternehmensgrenze verlassen, ohne dass IT-Verantwortliche es aktiv wahrgenommen haben.
Dass das Bundesministerium gleichzeitig aktiv die Entwicklung einer deutschen On-Premises-KI-Plattform fördert, ist kein Zufall. ist von einem Differenzierungsmerkmal zum Kaufkriterium geworden.
NIS2 und KRITIS-DachG: Zwei Fristen, kein Spielraum
Wer die Compliance-Themen der vergangenen Monate noch als abstrakte Regulatorik abgetan hat, bekommt in KW 18 die Quittung in Form von Zahlen.
Das -Umsetzungsgesetz gilt seit Dezember 2025, ohne Übergangsfrist. Rund 29.500 Unternehmen in 18 Sektoren sind betroffen. Zu den zentralen Anforderungen gehört explizit das Backup- und Notfallmanagement. Wer das nicht nachweisen kann, riskiert Bußgelder bis zu 10 Millionen Euro. Die BSI-Registrierungsfrist ist verstrichen, Bußgeldverfahren sind damit grundsätzlich möglich.
Parallel rückt das , das im März 2026 in Kraft getreten ist, in die operative Phase. Betreiber kritischer Anlagen haben bis zum 17. Juli 2026 Zeit, sich beim BBK zu registrieren. Das klingt nach ausreichend Vorlauf, ist es aber nicht: Die Registrierung setzt voraus, dass Schutzmaßnahmen bereits analysiert und dokumentiert sind. Wer jetzt noch in der GAP-Analyse steckt, hat wenig Puffer.
Für Betreiber im Public-Sektor, Gesundheitswesen und der Energieversorgung gilt: NIS2 und KRITIS-DachG greifen gleichzeitig. Backup-Pflicht und physische Datensicherheit werden parallel eingefordert.
Ransomware greift die Backup-Infrastruktur an
Eine Entwicklung, die diese Woche erneut durch Berichte und Warnhinweise bestätigt wurde: Ransomware-Angreifer gehen nicht mehr ausschließlich nach Produktionsdaten. Backup-Infrastruktur selbst ist zum Ziel geworden, manipulierte Snapshots, verschlüsselte NAS-Systeme, gelöschte Repositories. Das BSI verzeichnet steigende Meldezahlen. Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob Backups existieren, sondern ob sie unter Angriffsbedingungen wiederhergestellt werden können.
Der technische Unterschied zwischen logischen und physischen Sicherungskonzepten gewinnt in diesem Kontext an Bedeutung. Logische Air Gaps, die von mehreren bekannten Backup-Anbietern aktiv vermarktet werden, bleiben grundsätzlich über Netzwerkpfade erreichbar. Physisch entnommene oder galvanisch getrennte Speichermedien hingegen nicht.
Was diese Woche auf LinkedIn diskutiert wurde
In der Fachcommunity dominierten zwei Themen: Datensouveränität bei KI-Anwendungen und der FAST LTA Messeauftritt auf der DMEA in Berlin. Die DMEA ist eines der größten Healthcare-IT-Events Europas, und die Resonanz auf die Posts des FAST LTA Corporate Accounts war sichtbar: mehr als 65 Reaktionen auf die Messebeiträge, mehrere aktive Kommentare und Reposts. Der Silent AI Launch wurde im selben Zeitraum über fünf Presseportale syndiziert.
Die thematische Klammer der Woche auf LinkedIn: KI ja, aber ohne Kontrollverlust über die eigenen Daten. Ob bei Copilot-Alternativen, On-Premises-Infrastruktur oder Compliance-Argumenten, die Frage nach Datensouveränität war in nahezu jedem relevanten Post präsent.
Fazit
KW 18 hat drei Entwicklungen in eine Richtung gelenkt: Regulatorischer Druck steigt, der Bedarf nach lokaler KI-Kontrolle wächst, und Backup-Infrastruktur ist keine passive Sicherheitszone mehr. Unternehmen, die in diesem Dreieck stehen, stehen nicht am Anfang einer Entscheidung. Sie stehen am Ende einer Schonfrist.
Ransomware gegen Backups: Computer Weekly, Speicherguide, Presse-Radar (2026).
EU-Parlament Resolution zur technologischen Souveränität: TA-10-2026-0022, Januar 2026.
FAST LTA Silent AI Launch: pressebox.de, openpr.de (27. April 2026).
US CLOUD Act
Der US CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act, 2018) ermächtigt US-Behörden, von US-Unternehmen die Herausgabe von Daten zu verlangen — unabhängig davon, wo diese Daten physisch gespeichert sind, auch wenn die Server in der EU stehen.
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, EU 2016/679) ist die europäische Regulierung zum Schutz personenbezogener Daten — für IT-Infrastruktur besonders relevant in Art. 5 (Grundsätze), Art. 17 (Recht auf Löschung), Art. 28 (Auftragsverarbeiter) und Art. 32 (Sicherheit der Verarbeitung).
Der US CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act, 2018) ermächtigt US-Behörden, von US-Unternehmen die Herausgabe von Daten zu verlangen — unabhängig davon, wo diese Daten physisch gespeichert sind, auch wenn die Server in der EU stehen.
Datensouveränität beschreibt die vollständige Kontrolle einer Organisation über ihre Daten: wo sie gespeichert werden, wer darauf zugreifen kann, welchem Rechtsrahmen sie unterliegen und ob sie jederzeit ohne Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter verfügbar sind.
Die NIS2-Richtlinie (EU 2022/2555) ist eine EU-Regulierung, die wesentliche und wichtige Einrichtungen zu konkreten Cybersicherheitsmaßnahmen verpflichtet — darunter nachweisbares Backup-Management, Krisenmanagement und Meldepflichten — mit persönlicher Haftung der Geschäftsleitung bei Versäumnissen.
KRITIS bezeichnet Organisationen und Einrichtungen, deren Ausfall oder Beeinträchtigung zu erheblichen Versorgungsengpässen oder Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit führen würde — KRITIS-Betreiber unterliegen nach §8a BSI-Gesetz verschärften Anforderungen an IT-Sicherheit und müssen diese alle zwei Jahre gegenüber dem BSI nachweisen.
KRITIS bezeichnet Organisationen und Einrichtungen, deren Ausfall oder Beeinträchtigung zu erheblichen Versorgungsengpässen oder Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit führen würde — KRITIS-Betreiber unterliegen nach §8a BSI-Gesetz verschärften Anforderungen an IT-Sicherheit und müssen diese alle zwei Jahre gegenüber dem BSI nachweisen.
KRITIS bezeichnet Organisationen und Einrichtungen, deren Ausfall oder Beeinträchtigung zu erheblichen Versorgungsengpässen oder Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit führen würde — KRITIS-Betreiber unterliegen nach §8a BSI-Gesetz verschärften Anforderungen an IT-Sicherheit und müssen diese alle zwei Jahre gegenüber dem BSI nachweisen.
Die NIS2-Richtlinie (EU 2022/2555) ist eine EU-Regulierung, die wesentliche und wichtige Einrichtungen zu konkreten Cybersicherheitsmaßnahmen verpflichtet — darunter nachweisbares Backup-Management, Krisenmanagement und Meldepflichten — mit persönlicher Haftung der Geschäftsleitung bei Versäumnissen.
Ransomware ist Schadsoftware, die Daten auf infizierten Systemen verschlüsselt und ein Lösegeld für die Entschlüsselung fordert — mit dem Ziel, Unternehmen und Behörden zur Zahlung zu zwingen, indem sie deren Betrieb lahmlegen.
Ein Air Gap ist die physische Unterbrechung jeder Netzwerkverbindung zwischen einem Backup-System und der übrigen IT-Infrastruktur, sodass das System im Offline-Zustand keine adressierbare Netzwerkschnittstelle besitzt und damit für Ransomware und Angreifer unerreichbar ist.
Datensouveränität beschreibt die vollständige Kontrolle einer Organisation über ihre Daten: wo sie gespeichert werden, wer darauf zugreifen kann, welchem Rechtsrahmen sie unterliegen und ob sie jederzeit ohne Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter verfügbar sind.
Datensouveränität beschreibt die vollständige Kontrolle einer Organisation über ihre Daten: wo sie gespeichert werden, wer darauf zugreifen kann, welchem Rechtsrahmen sie unterliegen und ob sie jederzeit ohne Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter verfügbar sind.
Disaster Recovery bezeichnet die strukturierten Prozesse und technischen Maßnahmen, die sicherstellen, dass IT-Systeme nach einem schwerwiegenden Ausfall — Ransomware-Angriff, Hardwareversagen, Rechenzentrumsausfall — innerhalb definierter Zeitrahmen (RTO) mit maximalem Datenverlust (RPO) wiederhergestellt werden können.
Die NIS2-Richtlinie (EU 2022/2555) ist eine EU-Regulierung, die wesentliche und wichtige Einrichtungen zu konkreten Cybersicherheitsmaßnahmen verpflichtet — darunter nachweisbares Backup-Management, Krisenmanagement und Meldepflichten — mit persönlicher Haftung der Geschäftsleitung bei Versäumnissen.
Die NIS2-Richtlinie (EU 2022/2555) ist eine EU-Regulierung, die wesentliche und wichtige Einrichtungen zu konkreten Cybersicherheitsmaßnahmen verpflichtet — darunter nachweisbares Backup-Management, Krisenmanagement und Meldepflichten — mit persönlicher Haftung der Geschäftsleitung bei Versäumnissen.
KRITIS bezeichnet Organisationen und Einrichtungen, deren Ausfall oder Beeinträchtigung zu erheblichen Versorgungsengpässen oder Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit führen würde — KRITIS-Betreiber unterliegen nach §8a BSI-Gesetz verschärften Anforderungen an IT-Sicherheit und müssen diese alle zwei Jahre gegenüber dem BSI nachweisen.
Ransomware ist Schadsoftware, die Daten auf infizierten Systemen verschlüsselt und ein Lösegeld für die Entschlüsselung fordert — mit dem Ziel, Unternehmen und Behörden zur Zahlung zu zwingen, indem sie deren Betrieb lahmlegen.