Rückblick: DMEA 2026 – Ein starkes Finale in Berlin

21.–23. April 2026 | Berliner Messegelände, Halle 3.2, Stand E-106


Die DMEA ist Europas führendes Event für Digital Health – und die diesjährige Ausgabe markierte zugleich einen historischen Wendepunkt. Dank 22.000 Besuchern steigerte die DMEA ihre Teilnehmerzahl gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent. Mit rund 900 Ausstellern und 550 Speakern bot das Event den idealen Rahmen, um die drängenden Fragen der digitalen Gesundheitsversorgung zu diskutieren – von KI-gestützten Klinikprozessen über smarte Pflege-Lösungen bis hin zu datengetriebener Forschung. Nach 19 Jahren Berlin heißt es nun auf zu neuen Ufern.

Ab April 2027 zieht die DMEA von der Spree an die Isar zur Messe München. Willkommen!


FAST LTA auf der DMEA 2026: Wo Compliance auf Architektur trifft

Für FAST LTA war die DMEA 2026 der Ort für einen inhaltlich pointierten Dialog über die Stabilität von Healthcare-IT-Infrastruktur. Die Messekommunikation rückte dabei zwei Themen in den Mittelpunkt: die Compliance-Anforderungen für Healthcare-IT unter NIS2 und KRITIS-DachG sowie die Verbindung zwischen Audit-Ergebnissen und praxistauglichen Datensicherungskonzepten. Das Publikum am Stand ließ keinen Zweifel daran, dass diese Themen längst aus dem Bereich theoretischer Regulatorik in die operative Realität der Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen vorgedrungen sind.


Drei Tage, drei zentrale Erkenntnisse

Der Business Case als Schlüssel. Die Diskussionen am Messestand verdeutlichten, dass der Wert von Datensouveränität heute weit über technische Funktionen hinausgeht. Es handelt sich um eine essenzielle Investition in die unternehmerische Handlungsfähigkeit – und zunehmend auch in die Compliance-Fähigkeit gegenüber Behörden und Auditoren. Das NIS2-Umsetzungsgesetz gilt seit Dezember 2025, ohne Übergangsfrist. Zu den zentralen Anforderungen gehört explizit das Backup- und Notfallmanagement. Wer das nicht nachweisen kann, riskiert Bußgelder bis zu 10 Millionen Euro.

Technologische Souveränität. Die fachliche Auseinandersetzung auf der Messe zeigte, dass lokale Dateninfrastrukturen im Gesundheitswesen keine Rückschritt-Option sind, sondern eine bewusste strategische Entscheidung. Sicherheit, Latenzzeiten und die vollständige Kontrolle über sensible Patientendaten lassen sich mit externen Cloud-Lösungen strukturell nicht in gleichem Maße gewährleisten – und regulatorisch zunehmend auch nicht mehr begründen. Die Frage, was es bedeutet, wenn Unternehmens-IT auf Infrastruktur eines US-Konzerns betrieben wird, wurde am Stand und in der Fachcommunity kommentiert und diskutiert.

Intelligente Datennutzung mit Silent AI. Parallel zur Messe stellte FAST LTA erstmals einem breiten Fachpublikum Silent AI vor: eine KI-Appliance für lokales, KI-gestütztes Wissensmanagement, die vollständig im eigenen Rechenzentrum betrieben wird. Die Appliance führt alle KI-Abfragen vollständig lokal durch – kein Prompt, kein Token, keine Nutzeranfrage verlässt die Hardware. Das Modell bezieht sein Wissen ausschließlich aus den vom Unternehmen definierten Datenquellen – und respektiert dabei bestehende Rechtestrukturen: Jeder sieht nur das, was er sehen darf. Daten bleiben im Haus, bestehende Rechtestrukturen werden respektiert.


Der regulatorische Kontext: Kein Aufschub mehr

Was die Gespräche auf der DMEA 2026 von früheren Jahren unterschied, war der konkrete Handlungsdruck aus der Regulatorik. Das NIS2-Umsetzungsgesetz ist seit Dezember 2025 in Kraft. Backup-Management ist dabei einer von zehn gesetzlich definierten Pflichtbereichen, inklusive dokumentierter Recovery-Tests. Parallel gilt seit dem 17. März 2026 das KRITIS-Dachgesetz. Betreiber kritischer Anlagen in den Sektoren Gesundheit, Energie, Wasser und Transport müssen sich bis zum 17. Juli 2026 auf der gemeinsamen Plattform von BBK und BSI registrieren.

Gefordert sind Business-Continuity-Konzepte und physische Sicherheitsnachweise für die Datenspeicherung – keine Empfehlungen, sondern einklagbare Anforderungen. Viele Besucher kamen am Stand nicht, um sich über Produkte zu informieren, sondern um konkrete Antworten auf laufende Audit-Verfahren zu erhalten.


Fazit: Aufbruch in eine neue Ära

Die DMEA 2026 hat gezeigt, dass die fachlichen Diskussionen im Gesundheitswesen einen neuen Reifegrad erreicht haben. Der Fokus verschiebt sich von einer allgemeinen Begeisterung für Digitalisierung hin zu einer fundierten Auseinandersetzung mit digitaler Souveränität, IT-Resilienz und dem konkreten Business Case dahinter – getragen vom Zero-Loss-Prinzip, das FAST LTA seit Jahren als Grundlage stabiler Healthcare-IT verankert.

Dass dieses Kapitel nach 19 Jahren in Berlin nun endet, ist ein emotionaler Einschnitt. Die fachliche Tiefe der Gespräche hat jedoch gezeigt: Die Branche ist bereit für das, was als nächstes kommt. Der neue Standort in München bringt zusätzliche internationale Impulse und ein starkes Umfeld aus Forschung, Technologie und Gesundheitswirtschaft mit.

Wir freuen uns auf die DMEA 2027 in München – und auf die Gespräche, die dort noch geführt werden müssen.


SAVE THE DATE: DMEA 2027, 13.–15. April, München.