Referenz: MX1

Umfangreicher Videoumzug zu MX1 mit dem Silent Brick System

MX1 ist einer der führenden weltweiten Mediendienstleister von hochoptimierten Content-Management-Lösungen für Video- und Fernseh-Inhalte. Zu den Kunden zählen unter anderem Medienkonzerne wie CNN, Disney, Universal, Fox, Time Warner, Paramount, die ProSiebenSat.1 -Gruppe und Sky. Für diese bietet MX1 das komplette Spektrum für die Verteilung der Inhalte, sowie ergänzende Mediendienste und Distributionsleistungen an. Mit 16 Büros weltweit und 6 globalen hochmodernen Medienzentren, verbreitet MX1 insgesamt über 2.750 TV-Kanäle, 8.000 Stunden Online Video Streaming und mehr als 500 Stunden Premium Sport- und Live-Events. Außerdem verantwortet MX1 das Playout von über 500 Sendern und liefert aufbereitete Inhalte an mehr als 120 führende Video-On-Demand Plattformen, darunter Netflix und Amazon Prime Video. Für den Umzug eines umfangreichen Archivs eines Kunden in den eigenen Datenbestand, benötigte MX1 eine Lösung, die große Datenmengen zügig und hochsicher transportieren lässt. Diese fand man mit dem Silent Brick System von FAST LTA, da sich damit die geforderte Datenmenge von knapp 500 Terabyte wie gewünscht zügig und sicher transportieren ließ.

Die Dienstleistungen von MX1 lassen sich auch wie die eines Cloud-Anbieters für Medienunternehmen beschreiben. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft der börsennotierten SES S.A., einem der weltgrößten Satellitenbetreiber (Astra), kann Milliarden von Menschen rund um den Globus erreichen. Das Videomaterial der weltweit renommiertesten Film-Produktionsfirmen, Fernsehunternehmen und Lizenzrechteinhaber wird hier verwaltet. Die technische Organisation erfolgt über ein spezielles Content Management System, das alle Daten in zwei LTO6-Libraries mit einer Brutto-Größe von 11 Petabyte (PB), am Standort Unterföhring bei München, ablegt. Das Archiv ist ohne weiteres bis auf 18 PB skalierbar und lässt sich bis zu 100 PB erweitern. Zusätzlich verfügt MX1 über weitere große LTO-basierte Archivsysteme an den Standorten London und Tel Aviv. Mit einer 1:1 Redundanz liegen die Daten in zwei unterschiedlichen Brandabschnitten, die in zwei getrennten Gebäuden in Unterföhring befinden. Für die aktive Ein- und Ausspielung des Videomaterials sowie die Bearbeitung nutzt MX1 einen hoch performante Primärspeicher in einer Gesamtgröße von 400 Terabyte. Darauf werden die Materialien aus dem Tape-Archiv transferiert, wenn sie für die Weiterverarbeitung oder Aufbereitung, beispielsweise für die Auslieferung an VoD-Plattformen bereitzustellen sind. Die Dateigrößen der auszuspielenden Dateien im “Video Cloud Storage” liegt pro File zwischen 10 und 400 Gigabyte – je nach gewünschter Ausgabequalität. Für die Speicherung von Vorschau-Material zur Kundenauswahl und weitere Materialien wie Grafiken und Meta-Daten, war Manuel Klimpke, Systems Engineer für den Bereich Content Management bei MX1, auf der Suche nach einem weiteren System. Damit wollte man einen schnelleren Zugriff als auf die LTO-Bänder haben und das kostenintensive Primär-Storage entlasten.

Radikale Änderung der Anforderung während des Proof-of-Concept

Die ersten Tests mit dem Silent Brick System verliefen erfolgreich, verschiedene Szenarien wurden analysiert. Mitten im Proof-of-Concept-Prozess stand das Team von Manuel Klimpke vor einer unerwarteten Herausforderung. Ein großer Medienkonzern entschied sich für den Umzug seines Video- und Filmarchivs zu MX1. „Wir standen plötzlich vor der Aufgabe, ein knapp 500 Terabyte großes Archiv sicher und in absehbarer Zeit in unsere Library zu übertragen“, sagt Manuel Klimpke. „Die ca. 40.000 einzelnen Video- und Metadateien konnten wir natürlich nicht online zu uns portieren und an den Systemen unseres Mitbewerbers war keine Schnittstelle für uns vorhanden. Obendrein musste eine hohe Datensicherheit gewährleistet sein.“ Da MX1 ja gerade das Silent Brick System von FAST LTA testete, erkannte man Potenzial für diese Migration schnell. Mit den Silent Bricks können, dank der sicheren Datenablage, große Datenmengen kompakt gesichert und die Silent Bricks offline und kompakt transportiert werden.

Lösung Hand-in-Hand mit FAST LTA erstellt

Zusammen mit den Experten von FAST LTA konzipierte Manuel Klimpke und seine Kollegen den Datentransport. Der Plan sah vor, dass ein weiteres Silent Brick Drive beschafft werden sollte, das für die Übertragung der Daten beim Mitbewerber installiert wird. Dahinein wurden die Daten vom dortigen System übertragen und die einzelnen Silent Bricks zu MX1 transportiert. Die Umsetzung erfolgte wie geplant. „Uns war nach den ersten Tests klar, dass wir das optimale System für die Migration des Kundenarchivs gefunden hatten“, freut sich Manuel Klimpke. Die neue Aufgabe konnte das Silent Brick System mehr als zufriedenstellend meistern.

Nachdem die Datenübertragung des großen Videoarchivs reibungslos von Statten ging, geht die Planung für das Silent Brick System weiter. Künftig werden darin kleinere Dateien, die einen zügigeren Zugriff als von Band benötigen, vorgehalten. Bei einem jährlichen Wachstum der Datenmenge von ungefähr 600 Terabyte am Standort Unterföhring, sollen die Silent Bricks flexibel den produktiven Storage entlasten. Dabei spielen sie ihre vollen Vorteile aus, denn aus ihnen lassen sich Daten zügig auslesen. Dank der offlinefähigen Lagerung sind sie aber genauso mobil wie Tapes – und dabei erheblich sicherer.

„Im Verlauf der Migration des Videoarchivs kam es zu keiner Zeit zu irgendeinem Datenverlust. Auch die einfache Administration des Silent Brick Systems und das umfangreiche Monitoring erleichtern uns die Arbeit“, lobt und freut sich Manuel Klimpke. Und sobald wieder ein komplettes Video- und Filmarchiv zu MX1 umgezogen wird, weiß er sofort auf welches System er sich verlassen kann.

MX1

Silent Bricks 456 TB net

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Herausforderungen:
Ein großer Medienkonzern entschied sich für den Umzug seines Video- und Filmarchivs zu MX1. Man stand vor der Aufgabe, ein 400 Terabyte-Archiv sicher und in absehbarer Zeit von einem Mitbewerber in die eigenen Libraries zu übertragen. 30.000 bis 50.000 einzelne Video- und Metadateien mussten portiert werden und dabei eine hohe Datensicherheit gewährleistet sein.


„Uns war nach den ersten Tests klar, dass wir das optimale System für die Migration des Kundenarchivs gefunden hatten.„
Manuel Klimpke, Systems Engineer für den Bereich Content Management